Seit dem 1. August 2012 ist Karsten Storck im Amt des Mainzer Domkapellmeisters. Dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist, zeigten nicht nur die ersten gelungenen Konzerte. Wie er selbst die vergangenen Wochen und Monate sieht, erzählt er im Gespräch.

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Der erste Eindruck, den die Zuhörer im Mainzer Dom von Matthias Bartsch bekamen, war eher ein akustischer, denn zum jüngsten Konzert der Reihe „Cantate Domino" hatte der neue Domkantor die Sängerinnen des Mädchenchores am Dom und St. Quintin im nördlichen Teil des Gotteshauses aufgestellt und war somit für die meisten eher unsichtbar. Das, was man hörte, klang aber richtig gut. Und es machte Lust auf mehr: mehr von diesem Chor zu hören – und diesem Dirigenten.

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„Tut mir leid, Männer, die ganze Nummer noch mal – das war nichts!“ Würde man diese Momentaufnahme so stehen lassen, bekäme man einen falschen Eindruck von der Arbeit des Mainzer Domchors unter seinem neuen Domkapellmeister Karsten Storck. Denn natürlich hören die 106 „Männer“ zwischen 9 und 24 Jahren während der ersten von zwei Chorwerkwochen im österreichischen Werfenweng auch viel Lob: Von „nicht unzufrieden“ über „akzeptabel“ und „gut“ bis zum beherzten „Mensch, da freu‘ ich mich drauf – das wird super im Dom!“ ist alles drin.

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„Ich habe einfach gesummt", erinnert sich Luis Bauer. Und das sei seiner Lehrerin eben aufgefallen: Ob der Knabe wohl auch singen kann? „Die hat mich dann auf den Domchor aufmerksam gemacht." Vorsingen, ein paar Mal Chorvorbereitung und ab ging's in den großen Chor: Die Karriere des damals Achtjährigen unter dem damaligen Chorleiter Mathias Breitschaft verlief ungewöhnlich schnell – heute ist er auch für Domkapellmeister Karsten Storck eine wichtige Stütze. Luis weiß das wahrscheinlich, lässt sich das jedoch nicht anmerken. Im Gegenteil: Er ist einfach nur Feuer und Flamme für „seinen" Chor.

Read More: Mit Begeisterung dabei (12/2012)

Nachdem das neue Stiftsjahr am 23. September 2012 eröffnet wurde, erwacht auch die Dommusik wieder zu neuem Leben. Nicht, dass sie in den vergangenen Wochen und Monaten geschlafen hätte: Ein erfolgreicher Durchlauf des zweiten Internationalen Orgelsommers, zu dem Domorganist Daniel Beckmann wieder namhafte Kollegen eingeladen hatte, ließ die Musik in St. Martin auch während der Ferien nicht verstimmen. Und auch der neue Domkapellmeister Karsten Storck hat sich in intensiver Probenarbeit, die er in den kommenden zwei Wochen in der Chorwerkwoche im österreichischen Werfenweng mit Dom- und Mädchenchor noch intensivieren wird, in seine „neue“ Aufgabe hineingefunden.

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