„Unglaublich spannende Musik“ (09/2015)

Als Domkapellmeister Karsten Storck über das neue Saisonprogramm spricht, merkt man, wie stolz der Künstlerische Leiter des Mainzer Domchors auf seine Ensembles ist – und dass er sich auf das freut, was man dem Publikum von Oktober bis Juli präsentieren wird.

Am 3. Oktober beginnt die Saison mit einem Gastspiel: In der Reihe „Kathedralklänge“ führt die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens die sechste Sinfonie Anton Bruckners auf. Domchor und -kantorei stellen dem orchestralen Monument Motetten des romantischen Komponisten voran: „Virga Jesse“, „Os justi“, „Christus factus est“, „Vexilla regis“, „Tota pulchra es“, „Ave Maria“ und „Locus iste“. Dabei erfährt der Zuhörer laut Storck, der den vokalen Part dirigieren wird, wie sehr Bruckners Chor- und Orgelmusik dessen sinfonisches Schaffen beeinflusst haben. Das Konzert zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit beginnt um 19.30 Uhr.

Spätromantik wird im ersten Domkonzert am 15. November um 17 Uhr auf Barock treffen, wenn Domkammerchor und Mainzer Domorchester das Requiem von Gabriel Fauré den Motetten „Jesu meine Freude“ und „Komm, Jesu, komm“ von Johann Sebastian Bach gegenüberstellen. Kennt man das Vokalwerk des französischen Komponisten vor allem in der späteren, groß besetzten Orchesterversion, ist in Mainz die schlankere Originalfassung zu hören. Domkapellmeister Storck spricht hierbei von einer „unglaublich spannenden Musik“, die es neu zu entdecken gebe.

Am 20. Dezember musizieren Domchor und -kantorei sowie das Vokalensemble des Mädchenchores am Dom und St. Quintin um 17 Uhr die Kantaten 1 bis 3 und 6 des Bachschen Weihnachtsoratoriums (Storck: „Unser Weihnachtsgeschenk an das treue Mainzer Publikum.“). Zuvor lädt die Musica sacra an den vier Adventssamstagen um 12 Uhr zur bekannten Reihe „Wort und Klang“ ein. Meditationen von Domdekan Heinz Heckwolf werden hierbei von den Ensembles der Dommusik begleitet.

Drei weitere Konzerte sind jeweils einem besonderen Grund zum Feiern gewidmet: Am 18. und 19. März (jeweils um 20 Uhr) ist im Dom unter der Leitung des Komponisten Krysztof Pendereckis „Lukas-Passion“ zu hören. Interpreten sind neben dem Mainzer Domchor und der Domkantorei die Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz. Mit diesem Konzert eröffnet der Domchor die Feierlichkeiten zu seinem Jubiläum, das sich im November 2016 zum 150. Mal jährt.

Auch wenn Karl Kardinal Lehmann erst am 16. Mai 2016 seinen 80. Geburtstag feiern kann, ehrt ihn die Musica sacra bereits am 1. des Monats um 17 Uhr mit der Aufführung von Franz Schuberts siebter Sinfonie („Unvollendete“) sowie Wolfgang Amadeus Mozarts „Exsultate Jubilate“ und der c-moll-Messe. Das mittlerweile 25-jährige Bestehen des Vereins der Freunde und Förderer der Musica sacra am Hohen Dom zu Mainz werden alle dort Wirkenden dann am 19. Juni um 17 Uhr mit doppel- und mehrchörigen Werken der Renaissance feiern.

Karten an den Vorverkaufsstellen im Infoladen des Bistums (Heiliggrabgasse 8, Telefon: 06131 253888) und in der Dominformation (Markt 10, Telefon: 06131 253412) sowie an der Abendkasse. Karten für das Krysztof Penderecki-Konzert unter www.staatstheater-mainz.de.

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