Ganz anders als die Johannespassion von Johann Sebastian Bach ist die des 1935 geborenen Komponisten Arvo Pärt konzipiert. 1982 geschrieben ist sie ein herausragendes Beispiel für den Tintinnabuli-Stil des estnischen Komponisten und wirkt durch ihren retardierenden Minimalismus. Diese Musik beschäftigt einen, denn man verhält sich ihr gegenüber nahezu zwingend ambivalent. Gefällt sie oder schreckt sie ab? Spricht sie zu einem oder kann man ihre Botschaft nicht hören? Pärts Johannespassion zu hören ist auf jeden Fall eine große Herausforderung, vielleicht genau so groß wie die an die Musizierenden, sie adäquat wiederzugeben.

Read More: Die Johannespassion von Arvo Pärt (03/2013)

Seit dem 1. August 2012 ist Karsten Storck im Amt des Mainzer Domkapellmeisters. Dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist, zeigten nicht nur die ersten gelungenen Konzerte. Wie er selbst die vergangenen Wochen und Monate sieht, erzählt er im Gespräch.

Read More: Domkapellmeister Storck erzählt von den ersten Monaten im Amt (03/2013)

„Ich habe einfach gesummt", erinnert sich Luis Bauer. Und das sei seiner Lehrerin eben aufgefallen: Ob der Knabe wohl auch singen kann? „Die hat mich dann auf den Domchor aufmerksam gemacht." Vorsingen, ein paar Mal Chorvorbereitung und ab ging's in den großen Chor: Die Karriere des damals Achtjährigen unter dem damaligen Chorleiter Mathias Breitschaft verlief ungewöhnlich schnell – heute ist er auch für Domkapellmeister Karsten Storck eine wichtige Stütze. Luis weiß das wahrscheinlich, lässt sich das jedoch nicht anmerken. Im Gegenteil: Er ist einfach nur Feuer und Flamme für „seinen" Chor.

Read More: Mit Begeisterung dabei (12/2012)

Der erste Eindruck, den die Zuhörer im Mainzer Dom von Matthias Bartsch bekamen, war eher ein akustischer, denn zum jüngsten Konzert der Reihe „Cantate Domino" hatte der neue Domkantor die Sängerinnen des Mädchenchores am Dom und St. Quintin im nördlichen Teil des Gotteshauses aufgestellt und war somit für die meisten eher unsichtbar. Das, was man hörte, klang aber richtig gut. Und es machte Lust auf mehr: mehr von diesem Chor zu hören – und diesem Dirigenten.

Read More: „Ein Mädchenchor hat einen ganz speziellen Klang“ (02/2013)

„Tut mir leid, Männer, die ganze Nummer noch mal – das war nichts!“ Würde man diese Momentaufnahme so stehen lassen, bekäme man einen falschen Eindruck von der Arbeit des Mainzer Domchors unter seinem neuen Domkapellmeister Karsten Storck. Denn natürlich hören die 106 „Männer“ zwischen 9 und 24 Jahren während der ersten von zwei Chorwerkwochen im österreichischen Werfenweng auch viel Lob: Von „nicht unzufrieden“ über „akzeptabel“ und „gut“ bis zum beherzten „Mensch, da freu‘ ich mich drauf – das wird super im Dom!“ ist alles drin.

Read More: Zwischen Schütz-Psalm und Bach-Würfel (10/2012)
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